Haus der Wissenschaft Braunschweig, Braunschweig

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Haus der Wissenschaft Braunschweig

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war SLA: Werbeblah für ein Konferenzzentrum -- 12:49, 16. Mär. 2009 (CET) mit Einspruch: Formaler Widerspruch: keine Eile geboten, bitte reguläre LD eröffnen. -- 14:48, 16. Mär. 2009 (CET)

Das Haus der Wissenschaft, ehemals Pädagogische Hochschule, an der Pockelsstraße 11 in Braunschweig gilt als Beispiel für die spätexpressionistische Architektur der NS-Zeit. Sie wurde vom Architekten Emil Herzig entworfen und 1937 als "Bernhard-Rust-Hochschule" für Lehrerbildung eröffnet. Nach dem Krieg wurde sie als " Kant-Hochschule" neugegründet. Heute gehören die Räumlichkeiten zur Technischen Universität Braunschweig und beherbergen das Haus der Wissenschaft Braunschweig.

Nutzungsgeschichte des Gebäudekomplexes

1937 - 1945

Der Grundstein für den Gebäudekomplex an der Pockelsstraße wurde am 19. März 1935 gelegt. Damals sollte das Gebäude, das vom Architekten Emil Herzig entworfen wurde, als Neubau für die Kulturwissenschaftliche Abteilung der Technischen Hochschule Braunschweig dienen. Noch während der Planungsphase ergab sich allerdings ein neuer Verwendungszweck: In dem Neubau sollte nun eine eigenständige Hochschule für Lehrerbildung entstehen. Am 23. Mai 1937 wurde die "Bernhard-Rust-Hochschule" schließlich eröffnet. Sie symbolisierte in zweierlei Hinsicht die Politik der nationalsozialistischen Regierung: Diese legte sowohl großen Wert auf die Ausbildung der Lehrer, um eine gesinnungsgetreue Erziehung der Schüler sicherzustellen, als auch auf eine starke Außenwirkung, die durch die Monumentalität des Gebäudes gegeben war.
Die Gestaltung des Komplexes entsprach der Linie offizieller Staatsarchitektur und gilt als Beispiel spätexpressionistischer Architektur. Zur Zeit des Baus befand sich auf dem Dach des turmähnlichen Mittelgebäudes außerdem ein Observatorium, die sogenannte "Volkssternwarte", die während des Krieges allerdings zerstört wurde.

Nach 1945

Da die Anlage den zweiten Weltkrieg beinahe unbeschadet überstand, wurden hier bereits ab November 1945 wieder Vorlesungen abgehalten. Das Land Braunschweig und die britische Militärregierung einigten sich darauf, die pädogogische Hochschule unter dem Namen "Kant-Hochschule" neuzugründen.

Hiermit war die Hochschule nicht nur der erste Ort in Braunschweig, der nach dem Krieg wieder eine freie Universitätsausbildung bot, sie entwickelte sich auch zum intellektuellen und kulturellen Zentrum der Stadt. Ab 1945 fanden an der Hochschule städtische Kulturveranstaltungen statt, ab 1946 erkor das Staatstheater Braunschweig 11 die Turnhalle zu seiner neuen Spielstätte. Auch Festveranstaltungen, Vorträge, Lesungen und Konzerte fanden hier statt. Eine Vortragsreihe mit dem Titel "Fragen der Gegenwart" nahm sich bereits im November 1945 der Aufgabe an, die damals unmittelbare Vergangenheit aufzuarbeiten.

In der Kant-Hochschule vollzog sich jedoch nicht nur ein geistiger, sondern auch ein demokratischer Neubeginn: In diesem Gebäude fanden die erste und auch die letzte Sitzung des demokratischen Landtages des Landes Braunschweig statt. Während der Schlusssitzung am 21. November 1946 wurde das Land Braunschweig endgültig Teil des neuen Bundeslandes Niedersachsen.
1978 schließlich wurden sowohl die universitäre Lehrerausbildung als auch der Gebäudekomplex der Technischen Universität Braunschweig angegliedert.

Heutige Nutzung

Heute befindet sich in den Räumlichkeiten der alten Pädagogischen Hochschule das Haus der Wissenschaft Braunschweig, dessen Ziel eine engere Vernetzung von Gesellschaft und Wissenschaft ist. Dies geschieht unter anderem durch öffentliche Ausstellungen und Veranstaltungen, die auf die verständliche Vermittlung von Wissenschaft ausgerichtet sind. Gesellschafter des Hauses der Wissenschaft sind die , die Technische Universität Braunschweig 31, der , die und die
Ein neues, im Haus der Wissenschaft entwickeltes Format ist der Science Slam, bei dem Nachwuchswissenschaftler nach dem Vorbild des Poetry Slam innerhalb von zehn Minuten ihr Forschungsthema präsentieren. Das Publikum bewertet sowohl den Inhalt als auch die Vortragsweise des Referenten und kürt anschließend den Sieger.

Architektur

Als Architekt Emil Herzog den Gebäudekomplex an der Pockelsstraße entwarf, sah sein Konzept eine Aufteilung in drei Hauptteile vor: Den Hörsaalbau, das Naturhistorische Museum und den Turnhallenbau. Umschlossen von diesen Gebäuden wurde ein nach Norden hin offener Innenhof. Erst mit der Errichtung des Nordtraktes in den Sechziger Jahren erhielt der Gebäudekomplex seine heutige Form.

Der Baustil des Komplexes, dessen konservative Backsteinfassade ein modernes Gerüst aus Stahlbeton verbirgt, entspricht dem norddeutschen Backsteinexpressionismus, dessen Hochzeit zu Baubeginn allerdings schon mehr als zehn Jahre zurücklag. Besonders die Innengestaltung wies im Originalzustand einen starken symbolischen Bezug zur Ideologie des Nationalsozialismus auf: Die Wandleuchter ähnelten Fackelhaltern, die schmiedeeisernen Treppengeländer und Heizkörperverkleidungen erinnerten in ihrer Gestaltung an Hakenkreuze. Im Mittelbau befand sich außerdem ein als "Ehrenhalle" bezeichneter Gewölberaum.

Das Bild der Anlage wird dominiert vom sechsstöckigen Mittelbau, in dem sich Hörsäle, Seminarräume und die Aula befinden. Die steil aufragenden Dächer, die besonders die Fassade des Naturhistorischen Museums und der Gewölbehalle im Turmbau prägen, zeigen einen deutlichen Bezug zum norddeutschen Sakralbau der Backsteingotik.
Herzigs Entwurf war offensichtlich darauf ausgerichtet, auch aus der Ferne einen möglichst monumentalen Eindruck zu erzielen. Die in die Fassade eingearbeiteten Pfeiler des Mittelbaus verleihen dem Komplex eine aufstrebende Wirkung, die allerdings durch seine Massigkeit gebremst wird.

Umbau

Seit 2008 laufen im Gebäudekomplex an der Pockelsstraße Umbauarbeiten. Im 6. Obergeschoss entsteht eine Gastronomie, im fünften Obergeschoss neue Seminarräume. Im Erdgeschoss wird das neue Studierenden-Service-Center der TU Braunschweig gebaut. Auch die gesamte Infrastruktur wird runderneuert.
In den nächsten Jahren wird hinter dem Gebäudekomplex zusätzlich das Zentrum für Systembiologie der TU Braunschweig entstehen.

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